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Aufstellbedingungen
für offene Kamine
Aufstellbedingungen
Kaminkassetten
Brennstoff Holz
Offene Kamine haben aufgrund der
großen Feuerraumöffnung einen enormen Verbrennungsluftbedarf. Bei einer
üblichen Feuerraumöffnung von ca. 0,6 m² strömen in einer Stunde ca. 220m³
Raumluft in Richtung Kamin. Wird diese Nachströmung unterbrochen, bleiben die
Abgase dort, wo sie verbrannt werden - im Aufstellraum der Feuerstätte
(meistens Wohnzimmer!).
Das Wohnzimmer müsste eine Größe von ca. 220m² haben, um diesen Kamin mit
genügend Verbrennungsluft zu versorgen und einen sicheren Abzug der Rauchgase
zu gewährleisten. Aber wer hat schon so große Räume?
Die Lösung dieses Problemes ist eine Verbrennungsluftleitung: Ein Luftkanal
führt der Feuerstätte von außen Verbrennungsluft zu. Die (kalte) Frischluft
wird üblicherweise in den Kaminmantel geführt, umströmt den heißen Brennraum
und tritt vorgewärmt aus der Kaminschürze aus. Es entstehen keine
Zugerscheinungen durch Kaltluft während des Betriebes. Dieser Luftkanal muss
von innen absperrbar sein, um eine Auskühlung des Wohnraumes während der
Stillstandszeiten zu verhindern.
Der Durchmesser des Luftkanals ist von verschiedenen Faktoren abhängig und
sollte vor Errichtung der Feuerstätte vom Schornsteinfeger oder Kaminbauer
berechnet werden.
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Bei Neubauten, die nicht unterkellert sind, sollte dieser Luftkanal
bereits in die Bodenplatte integriert werden!
Eine Verlegung im Estrich ist nicht
möglich, und auf dem Wohnzimmerfußboden machen Luftleitungen meist
eine recht schlechte Figur...
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Offene Kamine erfordern je nach Größe der Feuerraumöffnung und
Schornsteinhöhe z.T. sehr große Schornsteinquerschnitte. Der Abgang in den
Schornstein sollte möglichst mit einem 45°-Formteil erfolgen, um die
Rauchgase strömungsgünstig abzuleiten.
Ist auch nur einer der
o.g. Punkte nicht erfüllt, wird sich das gute Stück in die große Familie
derjenigen Kamine einreihen, die nur noch als "Zierstück" ihr
Dasein fristen.
Natürlich gibt es auch Tricks, vorhandenen Kaminen, die nicht richtig
funktionieren, das "Laufen" beizubringen. Eine Verkleinerung der
Feuerraumöffnung, Herstellung einer Zuluftöffnung (z.B. über einen bislang
ungenutzten zweiten Schornsteinzug), Erhöhung des Schornsteines oder der
Einbau einer Kaminkassette
kann die Funktion positiv beeinflussen.
Für den Bau offener Kamine gibt es Regelwerke, die der Bauherr bzw. das
Fachunternehmen befolgen muss. Hier werden Abstände zu brennbaren Bauteilen,
Schutz der Rückwand und des Fußbodens vor Wärmestrahlung,
Verbrennungsluftversorgung usw. vorgeschrieben.
Sind alle
Bedingungen erfüllt, stellt der Bezirksschornsteinfegermeister nach
Fertigstellung der Feuerstätte einen Abnahmeschein aus.
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